So gerne würde ich ein längeres Elaborat zu diesem Thema schreiben! Allerdings muss ich meine Hände noch immer schonen (bzw. meine Ressourcen sorgfältig einteilen), deswegen gibt es hier nur eine Executive Summary, mit Übergang in ein Minimanifest:Zu der Debatte über User Generated Content ist seit dem Web 1.0 wenig Spannendes hinzu gekommen. Die Kernfragen scheinen noch immer zu sein: Ist User Generated Content die ultimative Bedrohung für die Massenmedien, oder vor allem ein probates Mittel für Medienunternehmen, die Produktionskosten bis an die Schmerzgrenze zu drücken? Auf diesen Ebenen wird vermutlich das Erwartbare passieren: Wie auch in anderen Medienkonkurrenzszenarien wird es zu einer mehr oder weniger wechselseitig fruchtbaren Koexistenz zwischen User und Industry Generated Content (UGC vs IGC) kommen - und Dumpingpreise hat es immer gegeben, gerade in der Medienwirtschaft. Auch hier wird die Kompetenz der User steigen, sich nicht über den Tisch ziehen zu lassen - zugleich ist ‘Aufmerksamkeit’ eine mittlerweile gut eingeführte Währung (’write an article - get featured’) und wird es auch bleiben. Weitere Tauschgeschäftsformen werden sich daneben entwickeln, gerade in Zeiten einer Finanzkrise.Having said that… das eigentlich Spannende und kulturell und gesellschaftlich Relevante am UGC ist nicht allein die Gleichgewichtsverschiebung im Verhältnis Produzent/Konsument, und auch die Ausbeutung hoch entwickelter Medienkompetenz (quasi “the dark side of the force”) ist nur halb so skandalös. Wirklich spannend ist die Ausweitung des Spektrums menschlicher Ausdrucksfähigkeit, und die zunehmende Unabhängigkeit dieser Ausdrucksfähigkeit vom Zugang zu klassischen Bildungeinrichtungen und legitimem kulturellen Kapital.Dies Video ist für mich ein herausragendes Beispiel: Ein aus Fotografien, Grafiken und simplen Animationen zusammen gestelltes Video zum Song Muhammed Ali (Black Superman) von Johnny Wakeland & The Kinshasa Band; Ausdruck nicht nur einer ...
So gerne würde ich ein längeres Elaborat zu diesem Thema schreiben! Allerdings muss ich meine Hände noch immer schonen (bzw. meine Ressourcen sorgfältig einteilen), deswegen gibt es hier nur eine Executive Summary, mit Übergang in ein Minimanifest:
Zu der Debatte über User Generated Content ist seit dem Web 1.0 wenig Spannendes hinzu gekommen. Die Kernfragen scheinen noch immer zu sein: Ist User Generated Content die ultimative Bedrohung für die Massenmedien, oder vor allem ein probates Mittel für Medienunternehmen, die Produktionskosten bis an die Schmerzgrenze zu drücken?
Auf diesen Ebenen wird vermutlich das Erwartbare passieren: Wie auch in anderen Medienkonkurrenzszenarien wird es zu einer mehr oder weniger wechselseitig fruchtbaren Koexistenz zwischen User und Industry Generated Content (UGC vs IGC) kommen - und Dumpingpreise hat es immer gegeben, gerade in der Medienwirtschaft. Auch hier wird die Kompetenz der User steigen, sich nicht über den Tisch ziehen zu lassen - zugleich ist ‘Aufmerksamkeit’ eine mittlerweile gut eingeführte Währung (’write an article - get featured’) und wird es auch bleiben. Weitere Tauschgeschäftsformen werden sich daneben entwickeln, gerade in Zeiten einer Finanzkrise.
Having said that… das eigentlich Spannende und kulturell und gesellschaftlich Relevante am UGC ist nicht allein die Gleichgewichtsverschiebung im Verhältnis Produzent/Konsument, und auch die Ausbeutung hoch entwickelter Medienkompetenz (quasi “the dark side of the force”) ist nur halb so skandalös. Wirklich spannend ist die Ausweitung des Spektrums menschlicher Ausdrucksfähigkeit, und die zunehmende Unabhängigkeit dieser Ausdrucksfähigkeit vom Zugang zu klassischen Bildungeinrichtungen und legitimem kulturellen Kapital.
Dies Video ist für mich ein herausragendes Beispiel:
Ein aus Fotografien, Grafiken und simplen Animationen zusammen gestelltes Video zum Song Muhammed Ali (Black Superman) von Johnny Wak