Am 3. April 2009 wird die NATO 60 Jahre alt. Seit ihrer Gründung 1949 hat sich die Anzahl ihrer Mitgliedstaaten verdoppelt. Angesichts der steigenden Zahl ihrer weltweiten Militäreinsätze scheint es, dass sie so einflussreich ist wie nie zuvor. Andererseits hat sie gegen die Taliban versagt. Ihr Anliegen ist die Sicherheit der westlichen Welt, gleichzeitig wird sie aber als Bedrohung gesehen. Führt die NATO die Welt vielleicht unversehens vom überwundenen Kalten in einen Heißen Krieg?
Dieses Jahr feiert die NATO ihr 60-jähriges Bestehen. Gemessen an der Schlagkraft ihrer weltweiten Militäreinsätze und der Anziehungskraft, die sie auf mehrere Staaten der ehemaligen Sowjetunion ausübt, erfreut sie sich bester Gesundheit. Nach dem Untergang ihres feindlichen Pendants, des Warschauer Paktes, schien der NATO die Existenzberechtigung entzogen, doch sie überlebte und wandelte sich. Im Krieg gegen die Taliban allerdings, der ohnehin nur als sehr schwer gewinnbar gilt, steht sie heute vor einer grundlegenden Neubestimmung. Statt der ursprünglich 15 zählt die NATO jetzt 26 Mitgliedsstaaten und bald vielleicht 28 oder sogar 30, falls sie Georgien und die Ukraine aufnimmt und damit Russland nahe kommt, das als Nachfolgerin der aufgelösten UdSSR und immer noch als feindlich gesinnt angesehen wird. Durch die Erweiterung legitimiert, hat sich die NATO neue Aufgaben gestellt. Es geht nicht mehr nur um die Verteidigung Europas, sondern um die Sicherheit der ganzen "westlichen" Welt. Doch wer definiert die Bedrohungen? Steht die NATO nur im Dienste der Vereinigten Staaten, die durch ihre militärische, politische und wirtschaftliche Macht alles entscheiden? Das ist nicht ganz falsch, aber auch einseitig. 21 der 27 Länder der Europäischen Union gehören der NATO an. Da sie unfähig sind, eine gemeinsame Verteidigung aufzubauen, hängen sie in Sicherheitsfragen vollständig von der NATO ab. In Ermangelung eines Besseren will Frankreich nun wieder seine volle Rolle in den Militärgremien dies
Apr
9
j.
replied Apr 20, 2009
hallo, ich kann das video leider nicht sehen. hast du das noch auf deiner festplatte oder so? ich würde das gerne haben... lg.
Am 3. April 2009 wird die NATO 60 Jahre alt. Seit ihrer Gründung 1949 hat sich die Anzahl ihrer Mitgliedstaaten verdoppelt. Angesichts der steigenden Zahl ihrer weltweiten Militäreinsätze scheint es, dass sie so einflussreich ist wie nie zuvor. Andererseits hat sie gegen die Taliban versagt. Ihr Anliegen ist die Sicherheit der westlichen Welt, gleichzeitig wird sie aber als Bedrohung gesehen. Führt die NATO die Welt vielleicht unversehens vom überwundenen Kalten in einen Heißen Krieg?
Dieses Jahr feiert die NATO ihr 60-jähriges Bestehen. Gemessen an der Schlagkraft ihrer weltweiten Militäreinsätze und der Anziehungskraft, die sie auf mehrere Staaten der ehemaligen Sowjetunion ausübt, erfreut sie sich bester Gesundheit.
Nach dem Untergang ihres feindlichen Pendants, des Warschauer Paktes, schien der NATO die Existenzberechtigung entzogen, doch sie überlebte und wandelte sich. Im Krieg gegen die Taliban allerdings, der ohnehin nur als sehr schwer gewinnbar gilt, steht sie heute vor einer grundlegenden Neubestimmung.
Statt der ursprünglich 15 zählt die NATO jetzt 26 Mitgliedsstaaten und bald vielleicht 28 oder sogar 30, falls sie Georgien und die Ukraine aufnimmt und damit Russland nahe kommt, das als Nachfolgerin der aufgelösten UdSSR und immer noch als feindlich gesinnt angesehen wird. Durch die Erweiterung legitimiert, hat sich die NATO neue Aufgaben gestellt. Es geht nicht mehr nur um die Verteidigung Europas, sondern um die Sicherheit der ganzen "westlichen" Welt.
Doch wer definiert die Bedrohungen? Steht die NATO nur im Dienste der Vereinigten Staaten, die durch ihre militärische, politische und wirtschaftliche Macht alles entscheiden? Das ist nicht ganz falsch, aber auch einseitig. 21 der 27 Länder der Europäischen Union gehören der NATO an. Da sie unfähig sind, eine gemeinsame Verteidigung aufzubauen, hängen sie in Sicherheitsfragen vollständig von der NATO ab. In Ermangelung eines Besseren will Frankreich nun wieder seine volle Rolle in den Militärgremien dies