Black Music Fela Kuti Docu PART 2 Afrika Black Alantic Nigeria Black Diaspora
Zunehmend kritisierte Fela Kuti in seinen Texten die durch die Kolonialisierung deformierten Gesellschaftssysteme in Afrika und verurteilte das diktatorische Militärregime Nigerias. Aufgrund seiner Beliebtheit in der nigerianischen Bevölkerung, seiner inzwischen internationalen Berühmtheit und vor allem seiner Liedtexte stellte er eine große Bedrohung für die Regierenden dar. Unter dem Druck der Regierung musste Kuti 1979 seine "Domäne von Kalakuta" (Fela erklärte provokant seinen eigenen Grundbesitz als einzige freie Republik Nigeria) verlassen und floh mit seiner Band nach Ghana.
Zwei Jahre später konnte er in das nun zivile Nigeria zurückkehren. Er änderte seinen zweiten Familiennamen Ransome, den er als Sklavennamen ansah, in den Namen Anikulapo ("Der Jäger, der den Tod mit magischen Amuletten in Schach hält"), initiierte eine neue Band, die Egypt 80 und gründete seine eigene Partei (MOP - Movement of the People). 1984 wurde Kuti von der nun wiederum militärischen Regierung wegen angeblicher Devisenvergehen zu fünf Jahren Haft verurteilt. Er erhielt jedoch, nach einem erneuten Militärputsch, schon nach 18 Monaten wieder die Freiheit. Trotz der immer wiederkehrenden Drohungen, Verfolgungen, Verhaftungen und der Anwendung von körperlicher Gewalt durch die nigerianische Regierung setzte er seine Kritik fort und prangerte immer wieder die unterdrückenden Zustände in seiner Heimat an. Seine Musik sorgte in der Bevölkerung für viel Furore und Kritik am herrschenden System. Die Zeitschrift "Rolling Stone" bezeichnete ihn als den 'gefährlichsten Musiker der Welt'.
Fela Kuti bezeichnete sich selbst als antikolonialistischen Pan-Afrikaner, er war aber auch ein demagogischer, sexistischer Fundamentalist. Seine Rolle als angeblicher Wiederentdecker traditioneller afrikanischer Werte gab ihm den Vorwand, Frauen als verfügbare Ware zu betrachten und sich als Macho aufzuführe
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